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                                          Historie
 

Vom Kohlekraftwerk zur modernen thermischen Abfallbehandlung

1911 Eine Stromerzeugungsanlage der Stadt Kassel wurde bereits 1911 auf den Lossewiesen errichtet. Der Standort eröffnete für die weitere Zukunft Ausbaumöglichkeiten. Das Lossekraftwerk nahm zunächst zwei Maschinen von je 2.000 kW auf, Raum für je zwei weitere von je 5.000 kW war vorgesehen. Das Kesselhaus hatte Platz für zwölf Kessel.
 
1914 - 38 Von 1914 bis 1938 wurde das Kraftwerk an der Losse aufgrund des steigenden Strombedarfs erweitert.
 
1911 - 54 Die Kapazität vergrößerte sich in vierzig Jahren (1911 – 1954) von 4.000 auf 32.000 kW.
 
1966 Beim Lossekraftwerk handelt es sich um ein mit Braunkohle gefeuertes Kohlekraftwerk, das bis 1966 betrieben wurde.
 
1968 1968 entstand an der gleichen Stelle die Müllverbrennungsanlage. Dazu wurden die beiden neu errichteten Kessel 1 und 2 in Betrieb genommen und 1981/82 die Kessel an den geänderten Heizwerten der Abfälle angepasst.
 
1987 Im Jahr 1987 errichtete man eine Rauchgasreinigung nach dem Spühabsorptionsverfahren mit Kalkmilch zur Emissionsreduzierung.
 
1994 Seit 1994 wird die Anlage den gesetzlichen Vorgaben der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung angepasst.
 
1997 Im April 1997 konnte der neue Kessel 3 sowie die erweiterte Rauchgasreinigung erfolgreich in Betrieb genommen werden.
Die Reduzierung der Rauchgase erfolgt weiter durch einen Herdofenkoks-Festbettfilter und einen DeNOX-Katalysator. Anschließend konnte der Kessel 1 nach 29 Jahren außer Betrieb genommen werden. Er wurde zurückgebaut, und an dessen Stelle wurde der Kessel 4 errichtet.
 
1999 Mit der Inbetriebnahme vom Kessel 4 im Juli 1999 konnte der Kessel 2 nach 31 Jahren außer Betrieb genommen werden. Nach dem Rückbau vom Kessel 2 ist die derzeitige Modernisierung der Anlage vollendet.
 
2006 Der ältere Teil der Rauchgasreinigung wird bis 2008 durch eine neue Anlage ersetzt. Bereits in diesem Jahr beginnt der Bau einer neuen Rauchgasreinigungslinie, die Mitte des nächsten Jahres in Betrieb geht.
 
2007 Die erste der beiden neuen Rauchgasreinigungslinien wurde im Mai in Betrieb genommen.
Der Rückbau des alten Teilstückes und der Bau der zweiten Rauchgaslinie wurde begonnen.
 
2008 Die zweite neue Rauchgasreinigungslinie wurde in Betrieb genommen und der Rückbau der alten Rauchgasreinigungsanlage im Sommer beendet. Mit dem neuen Rauchgasreinigungsverfahren werden die Rauchgase anstelle des früheren Spühabsorptionsverfahren mit Kalkmilch nun in einem Trockenadsorptionsverfahren mit Natriumbicarbonat behandelt.
Das zwischen den beiden Rauchgasreinigungslinien installierte Wärmeverschiebungssystem ermöglicht eine zusätzliche Fernwärmeproduktion.
2012 Inbetriebnahme der Dampfturbine „Maschine 8“
Die Turbine erzeugt im Kondensationsbetrieb ca. 17,7 MW Elektroenergie und stellt bis zu ca. 40 MW Fernwärme bereit bei dann entsprechend verminderter elektrischer Leistung.

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